Die Europäische Weltraumorganisation nutzt ARAMIS für präzise Materialbestimmung

12/2015ARAMIS hilft der ESA, neue Grenzen in der Weltraumforschung zu erreichen. Das Messsystem erkennt Material- und Bauteilverformungen sowie Abnutzungen, die durch starke Temperaturschwankungen und hohe Belastungen im All entstehen.

Das von GOM entwickelte Messsystem ARAMIS ist eines der meist genutzten Systeme der ESA zur Material- und Bauteiltestung. Das System wird verwendet, um Materialdeformationen zu erkennen, die in mechanischen Systemen durch dynamische Wechselwirkungen auf ein Bauteil verursacht werden. Mit ARAMIS können die Wissenschaftler im Labor Raketenbauteile prüfen und analysieren wie sich verschiedene Elemente bewegen. Eine der wichtigsten Aufgaben von ARAMIS ist es, Materialverformungen für die Raketenforscher und Wissenschaftler zu visualisieren, die durch hohe Temperaturschwankungen entstehen können.

Wie im Video erklärt, ist die Temperatur im Weltraum sehr instabil. Ist ein Objekt oder Bauteil der Sonne zugewandt, erhitzt es sehr schnell, während es stark abkühlt wenn es von der Sonne abgewandt ist. Eine der Hauptanwendungen des Sensors ist es zu prüfen, wie die Komponenten in diesen Situationen reagieren. Dieses ermöglicht den Verschleiß des Bauteils vorherzusagen, was die Sicherheit im tatsächlichen Einsatz der Trägerraketen erhöht.

In dem Beispiel, das in dem Video gezeigt wird, dient ARAMIS zur Identifikation von Materialschwächen an Rädern, die über Jahre hinweg in der Raketenproduktion schwer belastet wurden. Die Forscher interessierte, an welcher Stelle die Last, die zum Verschleiß der Räder führte, zu hoch war. Durch die Messung mit ARAMIS konnten sie feststellen, dass die maximale Querlast jedes Rades weniger als 12 Tonnen betrug, wohingegen die Entwurfsanforderung von 40 Tonnen ausging. Das Messergebnis verdeutlichte, dass das Sicherheitsniveau des Materials zu niedrig war und es so wesentlich schneller als erwartet zu einer Materialermüdung kam.