Schnellere Werkzeugfreigabe mit CAD/CAM, Simulation und optischer Messtechnik

07/2014Bei komplizierten Blechteilen war die Werkzeugfreigabe bisher langwierig. Durch die Kombination von CAD/CAM-Lösung, Simulation und optischem Messverfahren konnte die Bernecker Group die Anzahl der Werkzeugversuche erheblich reduzieren.

Trotz aller Erfahrungen, die das Unternehmen Bernecker in der Blechteilefertigung über die Jahre hinweg gesammelt hat, kommen auch auf die Werkzeugspezialisten bei so genannten Abgasrückführsystemen (AGR), die aus mehreren Edelstahlblechprofilen hergestellt werden, neue Herausforderungen zu. Denn wie in immer mehr Fällen fordert der Kunde auch beim AGR, dass bei einer Abstreckung ein bestimmter Prozentsatz nicht überschritten werden darf – und diesen Prozentsatz in das Werkzeug zu konstruieren und dann am Bauteil zu kontrollieren ist nicht ganz einfach. Die Abgasrückführsysteme werden immer häufiger nach dem Turbolader eingesetzt, um Emissionen zu senken.

Zur fehlerfreien Entwicklung und Produktion solcher abgestreckten Teile wurde bei Bernecker deshalb eine Konstruktions-, Simulations- und Vermessungskette aufgebaut: ein Prozess-Loop von der 3D-Konstruktion im CAD/CAM-System Visicad über ein Stampack-Simulationsprogramm mit Rückfederungsberechnung, Kompensation derselben im Visicad Advanced Modelling bis zur schnellen optischen 3D-Vermessung mit einem hochauflösenden Digitalisierer, dem ATOS-System von GOM, – und zurück. Der Bernecker Group ist es mit der Kombination aus CAD/CAM, Simulation und optischer Messtechnik gelungen, die Anzahl der Versuche in der Iterationsschleife der Werkzeugentwicklung erheblich zu reduzieren und damit Zeit und Kosten zu sparen.

Das vollständige Beispiel steht für Sie in deutscher Sprache als PDF zur Verfügung.