Bilder statt Zahlen: 3D-Messtechnik zur Qualitätskontrolle an Spritzgussteilen

08/2014Das Unternehmen Braun hat seit der Einführung von optischer Messtechnik in der Qualitätssicherung den Prozess zur Erstmusterprüfung erheblich beschleunigt. Zusätzlich konnten Zeichnungen und Prüfberichte vereinfacht werden.

Das Produktportfolio von Braun in Kronberg, ein Tochterunternehmen von Procter & Gamble, umfasst elektrische Rasierer, Epilierer sowie Haar- und Zahnpflegegeräte bekannter Marken wie Gillette oder Oral-B. In der Vergangenheit bedeutete die Prüfung der Bauteile anhand einzelner Zeichnungsmerkmale einen hohen Aufwand, eine vollflächige Kontrolle war dennoch nicht möglich. Daher ist das Unternehmen auf optische Messtechnik umgestiegen: Heute nutzt Braun den ATOS 3D-Digitalisierer in Verbindung mit der Inspektionssoftware von GOM.

Vollflächige Messdaten und schnelle Auswertungen konnten den Prozess der Erstmusterprüfung erheblich verkürzen. Auch die Werkzeugkorrektur wurde beschleunigt, weil gängige Probleme an Spritzgussteilen – etwa Einfallstellen, vertiefte Auswerfer, überstehende Angüsse oder auch Bauteilverzug – schnell erkannt und eindeutig lokalisiert werden. Für den Formenbauer ist dies von großem Vorteil, denn er kann rasch ermitteln, ob und wie in die Werkzeuggeometrie eingegriffen werden muss.

Seit Einführung der optischen Messtechnik wurden bei Braun außerdem Zeichnungen und Prüfberichte vereinfacht. Durch die übersichtliche Auswertung als Farbabweichung gegen CAD schrumpfen klassische Tabellenprüfberichte auf wenige Bilder und Funktionsmaße zusammen. Dadurch können bereits im Vorfeld Zeichnungen vereinfacht werden: Das Bauteil wird für einen schnellen Überblick flächenhaft gegen CAD toleriert, die Prüfmerkmale werden auf die funktional wichtigen Maße sowie Form- und Lage-Elemente reduziert und dann geprüft.

Das vollständige Beispiel steht für Sie in deutscher Sprache als PDF zur Verfügung.