Modernisierung der Gussteilproduktion durch optische 3D-Messtechnik

Die Form- und Maßkontrolle von Gussteilen mit taktilen Koordinatenmessgeräten hat Grenzen. Die US-Stahlgießerei Bradken setzt deshalb auf optische 3D-Messsysteme. Dadurch können Prüfzyklen verkürzt und die Produktqualität erhöht werden.

Die Gießerei Bradken in Tacoma im US-Bundesstaat Washington existiert bereits seit 1899. Produziert werden heute Gussteile unter anderem für den Energiebereich, wie Turbinenelemente, Pumpen, Ventile, Kompressoren oder Hydrogeneratoren mit einem Nettogewicht von bis zu 25 Tonnen.

Da für solche Gussteile bei wachsendem Produktionsvolumen ein lückenloser Qualitätsnachweis an Bedeutung gewinnt, erforderte dies auch schnellere und flächenhafte Mess- und Prüfverfahren. Hinzu kamen überaus komplexe Geometrien und Abmessungen von bis zu 4,5 Metern. Eine Form- und Maßkontrolle der Bauteile mit den bisher eingesetzten Koordinatenmessgeräten an Gelenkarmen dauerte somit einige Wochen. Mit der taktilen Messtechnik war daher der Durchsatz der Teile beschränkt.

In einem umfangreichen Auswahlprozess wurden im Praxiseinsatz verschiedene Messtechnologien wie 3D-Laser-Scanner, Laser-Tracker sowie 3D-Streifenprojektionsscanner an großen, bearbeiteten Kuppel-Gussteilen für eine Fertigungsanlage von Transportcontainern getestet. Die Tests in Tacoma ergaben, dass nur der optische 3D-Streifenprojektionsscanner ATOS Triple Scan innerhalb von acht Stunden präzise Scans mit den vorgegebenen Toleranzen und eine umfangreiche Analyse des kompletten Kuppel-Gussteils liefern konnte.

Durch die Integration des ATOS-Messsystems in die Prüfprozesse ist Bradken nun in der Lage, große und komplexe Bauteile sowie montierte Baugruppen zu vermessen – vollständig, unter Einhaltung enger Toleranzen und in einem angemessenen Zeitrahmen. Dadurch hat sich die Investition für die Gießerei schneller gerechnet als ursprünglich geplant. Weitere Kosten konnte das Unternehmen dadurch sparen, dass Prüfvorgänge nicht länger außer Haus gegeben werden müssen.

Das vollständige Anwendungsbeispiel steht für Sie als PDF zur Verfügung

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