Ins Bauteil geblickt

Als Spezialist für Erstbemusterungen bekommt das Team von 3DIMETIK allerhand Kunststoffobjekte zu Gesicht, die auf den ersten Blick unmessbar erscheinen – zumindest nicht, ohne die Teile hierfür in mehrere Stücke zu zerlegen.

Unmessbar? Nicht für den CT

„Uns erreichen Lohnmessaufträge für Spritzlinge, die es wortwörtlich ‚in sich‘ haben: Sie sind teilweise nur wenige Zentimeter groß, haben aber ein komplexes Innenleben und anspruchsvolle Formen. Wenn man das als Dienstleister digitalisieren soll, kommt man mit herkömmlichem Messequipment an seine Grenzen“, berichtet Pascal Mohr. „Nehmen wir ein konkretes Beispiel aus der Medizinindustrie: Kanülen gehören zum Krankenhausalltag. Aber dem Messtechniker bereiten sie Kopfzerbrechen. Die Kanülen haben sehr kleine Öffnungen, die messtechnisch präzise abgebildet werden müssen. Das schafft nur ein Messgerät mit hoher Auflösung. Gleichzeitig sind tiefe Gewindegänge vorhanden, in die ich mit dem Messgerät hineinschauen muss, um alle Geometrieinformationen zu erhalten. Darüber hinaus muss das Messgerät mit dem transparenten Material der Kanüle zurechtkommen. Zähle ich diese Anforderungen zusammen, scheiden sowohl KMGs als auch Streifenlichtscanner zur Vermessung aus. Zerstörungsfrei lässt sich ausschließlich per Computertomografie ein vollumfängliches, digitales Abbild erzeugen.“

Der GOM CT sieht gestochen scharf

Dabei sei CT nicht gleich CT, so Pascal Mohr. Er nimmt ein transparentes Bauteil in die Hand, das mit einem kleinen, grünen Deckelchen verschlossen wird, in etwa 1 x 1 cm groß. „Allein auf dem Verschluss haben wir 200 Prüfpositionen auf engstem Raum. Der Kunde fordert von uns eine präzise messtechnische Auswertung – und die kann ich ihm nur bieten, wenn ich die Messdaten mit einem sehr hoch auflösenden Computertomografen erfasse. Der CT muss Dinge sehen, die für das bloße Auge unsichtbar sind.“

Der GOM CT ordne sich diesbezüglich an der Spitze des Feldes ein, meint Mohr. Das System nutzt zur Messung einen 3k-Röntgendetektor (Auflösung: 3008 x 2515 Pixel) mit sehr feinem Pixelraster (Pixelgröße 100 µm). Das Ergebnis: gestochen scharfe Bilder, die feinste Details des Bauteils aufzeigen. Der Messdatensatz sei auch bei komplexen Geometrien zu 100 Prozent geschlossen, so Mohr. „Schon öfter haben wir Anrufe von erfreuten Kunden bekommen, die nachhaken wollten, wie wir das denn zerstörungsfrei hinbekommen haben. Die aus den Messdaten generierten 3D-Modelle übertreffen die Erwartungen.“ Er kenne aktuell keine Anlage, die für kleine Kunststoffbauteile bessere STLs erzeugt als der GOM CT, ergänzt der erfahrene Messtechniker.

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