GOM Inspect Features

Was ist neu in der aktuellen GOM Software 2019?

Smart Teach

Mit „Smart Teach“ werden Messpositionen automatisch aktualisiert, wenn das CAD oder einzelne Elemente sich ändern. Zusätzlich wird der Anwender durch erweiterte Darstellungsmöglichkeiten des Projektzustandes deutlich stärker unterstützt, in kürzerer Zeit zu einem stabilen Messablauf zu gelangen. Dies wird ebenfalls durch die Einführung von „Scanning Templates“ zur anwendungsbezogenen Parameterzuweisung vor dem Messablauf noch weiter hervorgehoben. Bei komplexen oder glänzenden Oberflächen, die einen spezifischen Messwinkel erfordern, bedeuten diese Verbesserungen einen deutlichen Effizienzgewinn.

Oberflächeninspektion

Wird ein Defekt von mehreren Werkzeugen erfasst, können die gefundenen Defekte zu einer Darstellung verschmolzen werden. Damit ist die Auditnote nicht mehr von der Anzahl der verwendeten Werkzeuge, sondern von der Bauteilqualität abhängig. Außerdem bietet die neue Software die Möglichkeit, ein Bauteil gegen das Grenzmusterteil zu prüfen. Dadurch wird ein einfacher Ist-Ist-Vergleich ermöglicht und bekannte, akzeptierte Defekte werden in der Ergebnisdarstellung nicht angezeigt. Durch erweiterte Funktionen bei der Defektanalyse besteht jetzt auch eine komfortable Möglichkeit, Nachlaufkanten zu finden und auszuwerten – dies erweitert den Einsatzbereich dieser Lösung zusätzlich.

Virtual Clamping

Mit einem neuen Modul, das die Softwarepakete ATOS und GOM Inspect Professional ergänzt, können Blech- und Spritzgussteile virtuell gespannt und damit ohne aufwendige Spannvorrichtungen gemessen werden. Durch einen innovativen, FEM-gestützten Algorithmus ist es möglich, den gespannten Zustand des Bauteils zu errechnen. Dieser virtuelle Spannvorgang ist vollständig in den GOM Workflow integriert und die bewährte Softwareoberfläche muss dabei nicht verlassen werden.

Top Features

Parametrische Inspektion

Die GOM Software basiert auf einem parametrischen Grundkonzept. Alle Funktionen gliedern sich grundsätzlich diesem Konzept unter. Somit sind alle Prozessschritte rückverfolgbar und die Software gewährleistet eine hohe Prozesssicherheit von Messergebnissen und -berichten.

Teaching by Doing

Teaching by Doing erlaubt die einfache Übertragung einer Auswertung auf zwei oder mehrere Bauteile. Aufgrund der Parametrik speichert die Software automatisch jeden einzelnen Inspektionsschritt. Es besteht kein Unterschied zwischen einer Einzel- oder Mehrfachauswertung. Alle Auswertungsabläufe erfolgen ohne Skripting, vorherige Planung oder den Eingriff von Benutzern. Zusätzlich entfällt der Programmieraufwand.

Trend-, SPC- und Deformationsanalyse

Der parametrische Ansatz der GOM Software ermöglicht eine Trend-Analyse für die Mehrfachauswertung z. B. für die statistische Prozesskontrolle (SPC) oder die Deformationsanalyse. Dies ermöglicht die vollflächige Auswertung von mehreren Teilen/Stufen innerhalb eines einzigen Projekts und bietet Funktionalitäten für die Ermittlung statistischer Analysewerte wie Cp, Cpk, Pp, Ppk, Min, Max, Avg und Sigma.

FTA / PMI

In Konzepten wie dem PLM (Product Lifecycle Management) werden in Form der PMI (Product Manufacturing Information) möglichst viele Prozess- und Bauteilinformationen erfasst, um Fertigungsketten ganzheitlich und unternehmensweit zu verwalten und zu steuern. GOM unterstützt Schnittstellen für die digitale Weitergabe von Inspektionsmerkmalen. Qualitätsmerkmale und Bezugssysteme, die über eine semantische Konstruktion in das CAD implementiert wurden, können digital übermittelt und kontextsensitiv ausgewertet werden. Da der Prüfplan direkt beim CAD-Import erstellt wird, entfällt eine zusätzliche, aufwendige Programmierung.

Digitaler Zusammenbau

Projekte mit mehreren Teilen

Im digitalen Zusammenbau lassen sich mehrere Bauteile virtuell zueinander ausrichten und können in einem Projekt auf Passgenauigkeit geprüft werden. Die Auswertung erfolgt teilebasiert. Dieses Feature erhöht die Flexibilität, z.B. für die Ausrichtung von Bauteilen sowie zur Analyse von Spalt- und Bündigkeit oder Materialstärke.

Scripting

Das Konzept des Skripting basiert auf einem Befehlsrekorder, der alle in der Software ausgeführten Operationen aufzeichnen kann. Die Software speichert die Aufzeichnung als Python-Skript. Sie können sie so wiederholt ausführen oder das aufgezeichnete Skript durch Bearbeitung anderen Anforderungen anpassen oder verallgemeinern. Die Programmierung basiert auf Anpassung oder Kombination von Aufzeichnungen.

Inspection Features

Soll-Ist-Vergleich

Das errechnete Polygonnetz beschreibt Freiformflächen und Regelgeometrien. Diese können mittels eines Flächenvergleichs mit der Zeichnung oder direkt mit dem CAD-Datensatz abgeglichen werden. In der Software lässt sich eine 3D-Analyse von Oberflächen, aber auch eine 2D-Analyse von Schnitten oder Punkten realisieren. Eine CAD-basierte Generierung von Regelgeometrien wie Linien, Ebenen, Kreisen oder Zylindern ist ebenfalls möglich.

CAD-Import

Neutrale Formate wie IGES, JT Open und STEP, aber auch native Formate wie CATIA, NX, Solidworks und Pro/E, können in GOM Inspect Professional ohne zusätzliche Kosten importiert werden. Die einzelnen Datenformate werden per Drag & Drop eingeladen und von der Software automatisch erkannt und zugewiesen.

Polygonnetze aus Punktewolke

Aus 3D-Punktewolken werden 3D-Netze von Bauteilen und Komponenten zur Visualisierung, Simulation, Flächenrückführung und zum Soll-Ist-Vergleich berechnet. Die Netze eignen sich auch zum virtuellen Zusammenbau anhand von Messungen aus unterschiedlichen Quellen. Diese präzisen Polygonnetze lassen sich in gängigen Formaten wie STL, G3D, JT Open, ASCII oder PLY abspeichern. Polygonnetze lassen sich für Anwendungen wie 3D-Druck auch im STL-Format exportieren.

Netzbearbeitung

Polygonnetze können geglättet, ausgedünnt und verfeinert werden. Außerdem lassen sich Löcher im Netz füllen und Krümmungslinien extrahieren. Die Netzbearbeitung erfolgt krümmungsabhängig und toleranzbasiert. Der Bearbeitungsstand wird online in einem Vorschaufenster angezeigt. Des Weiteren kann ein Goldenes Netz durch Ermittlung des besten Netzes oder Berechnung eines durchschnittlichen Netzes bestimmt werden.

Punktbasierte Inspektion

Die Auswertefunktion steht auch für Punktewolken zur Verfügung. So lassen sich zum Beispiel Abstände zwischen einzelnen Punkten bestimmen und ein Vergleich der Punkte zum CAD-Modell kann vorgenommen werden. Durch die Anwendung der Konstruktionsfunktionen lassen sich aus mehreren Punkten Geometrieelemente erzeugen. Diese Vorgehensweise ermöglicht die Überprüfung der erzeugten Elemente bzgl. Maßhaltigkeit oder Form- und Lage-Toleranzen wie Ebenheit, Rundheit oder Position.

Kurvenbasierte Inspektion

GOM Inspect Professional schließt die Lücke zwischen punktbasierter und flächenbasierter Inspektion. Auf Grundlage von vollflächig digitalisierten Daten lassen sich Konstruktionsfunktionen für Kurven anwenden und deren Eigenschaften visualisieren. Kantenkurven können zum Beispiel erfasst und Radien sowie Charakterlinien analysiert und Spline-Kurven erstellt werden. Die kurvenbasierte Inspektion dient ebenfalls der Auswertung von Spalt und Bündigkeit.

Bewegungs- und Deformationsanalyse

Bewegungen und Deformationen werden mithilfe des Komponentenkonzepts analysiert. Dazu werden die Punkte in zusammenhängende Gruppen aufgeteilt. Auf diesen Komponenten lassen sich Transformationen oder Starrkörperbewegungskorrekturen berechnen. Mit der 6DoF-Analyse werden translatorische und rotatorische Bewegungen untereinander oder absolut in allen Raumrichtungen bestimmt. Darüber hinaus visualisieren Vektorfelder Bewegungen und Deformationen der Punkte im zeitlichen Verlauf.

Ausrichtungen

Die GOM 3D-Software beinhaltet alle Standardausrichtungsfunktionen. Dazu zählen: RPS-Ausrichtung, hierarchische Ausrichtung auf Basis von Geometrieelementen, Ausrichtung in einem lokalen Koordinatensystem, über Referenzpunkte sowie verschiedene Best-Fit-Verfahren wie globales und lokales Best-Fit. Zusätzlich können kundenspezifische Ausrichtungen, zum Beispiel für Turbinenschaufeln, wie Balanced Beam oder Equalized Nested vorgenommen werden.

Inspektion von Oberflächendefekten

Die optische Messtechnik ermöglicht eine serienbegleitende, reproduzierbare Auswertung von Oberflächendefekten. Die Ergebnisse sind objektiv und nach einer kürzeren Zeit verfügbar als mit der konventionellen Methode, dem Abziehstein. Damit die Oberflächendefektdarstellung direkt an die Form des Bauteiles angepasst ist, bietet die GOM Inspect Software die Inspektion der Oberflächendefekte sogar in gekrümmter Richtung. Zudem berechnet die Software die Richtung der Oberflächennormalen automatisch. Aufgrund dessen ist nur eine Defektdarstellung nötig, um große Bereiche zu prüfen, die laut Inspektionsplan in derselben Richtung zu analysieren sind.

Reporting

Mit dem Reporting-Modul können Berichte mit Snapshots, Bildern, Tabellen, Diagrammen, Texten und Grafiken erstellt werden. Auf der Benutzeroberfläche lassen sich die Ergebnisse darstellen, bearbeiten und als PDF-Dokument exportieren. Vorlagen können wiederverwendet werden und jede im Report gespeicherte Szene lässt sich im 3D-Fenster reaktivieren.

Branchenspezifische Anwendungen

Airfoil-Inspektion

GOM Inspect Professional verzahnt allgemeine Inspektionsfunktionen und applikationsspezifische Auswertungen. So stehen für die Qualitätskontrolle von Turbinenschaufeln Funktionen zur Verfügung, mit denen beispielsweise die Profilmittellinie, -sehne oder -dicke von Turbinenschaufeln auf Basis von 2D-Schnitten inspiziert werden können. Außerdem besteht die Möglichkeit, Profilschwerpunkt, -radien oder -verdrehungen zu berechnen.

CT-Import

Gescannte Volumenmodelle lassen sich direkt in der Software visualisieren und auswerten. Volumendaten, die ein Computertomograf aufgenommen hat, können in den gängigen Formaten (.vgi, .vgl, .pcr, .exv, .rek) und als Rohdaten per Drag & Drop importiert und analysiert werden. Zudem lassen sich die unterschiedlichen Materialien eines gescannten Objekts als separate Oberflächennetze importieren. Neben einzeln gescannten Objekten können auch Datensätze importiert werden, in denen mehrere Objekte gleichzeitig mit einem CT aufgenommen wurden. Hierbei lassen sich bis zu 32 Objekte gleichzeitig als einzelne Netze importieren. Für den Import können unterschiedliche Polygonisierungsmodi ausgewählt werden.

Form- und Lage-Analyse

Entsprechende GD&T-Elemente sind zum Beispiel Planarität, Parallelität oder Zylindrizität. Eine normgerechte Betrachtung von Zweipunktmaßen und der maximalen Materialbedingung ist genauso möglich wie die Positionstoleranz im lokalen Bezugs- und Koordinatensystem. GOM unterstützt sowohl die ISO- als auch ASME-Normen und implementiert laufend Aktualisierungen der Normen in die Software.

Virtueller Messraum (VMR)

Der VMR ist die virtuelle, aber funktionale Abbildung der realen Messumgebung, bestehend aus Sensor, Kinematik, Bauteil mit Aufnahme und Messplan. In Kombination mit den parametrischen Inspektionsabläufen von GOM Inspect Professional ermöglicht der VMR die Ausführung automatischer Messabläufe: Import von Messplänen, Offline- und Online-Programmierung, 3D-Messsimulation, Kollisionsprüfung, Prozesssicherheit, Datenerfassung, Inspektion und Messberichte.

Kiosk Interface

Der Kiosk Interface ist eine spezielle Benutzeroberfläche zur vereinfachten Bedienung der ATOS ScanBox. Die Software übernimmt die gesamte Prozesssteuerung und führt den Mess- und Inspektionsablauf automatisch durch. Somit werden hohe Genauigkeit und Datenqualität gewährleistet: Messparameter, Daten und Betriebssystem sind geschützt.

Erfahren Sie mehr über
GOM Inspect

Bearbeiten Sie Ihren 3D-Messablauf mit GOM Inspect

  • Importieren von Messdaten und CAD-Daten
  • Punktewolke zu Mesh-Verarbeitung
  • Features für Inspektionsaufgaben
  • Messberichte

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Erfahren Sie mehr über
GOM Inspect Professional

GOM Inspect Professional unterscheidet sich von GOM Inspect durch

  • Import von nativen CAD-Formaten
  • aktive Parametrik
  • das Erzeugen von Trendprojekten
  • Teaching by Doing

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