GOM Correlate Features

Was ist neu in der aktuellen GOM Software 2019?

Rissspitzenerkennung & Auswertung

Ein neues Feature für die Erkennung von Rissspitzen ermöglicht die Rückverfolgung und Auswertung der Verlaufskurve von Risspunkten. Mithilfe von Kontrastierverfahren wird bei homogen gefärbten Probekörpern die Position der Rissspitze erfasst. Weitere Größen wie Risslänge, Öffnungen, Modi in 3D können ebenfalls abgeleitet werden. Die Funktion kann für ein breites Anwendungsspektrum in der Materialforschung genutzt werden, wie z. B. für Metalle, CFK und Kunststoffe sowie in vielen Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Automotive und Bauwesen mit hohen Sicherheitsanforderungen.

Konturenerkennung

Das neue Feature zur Erkennung von Konturen ermöglicht die Analyse von Airbagauslösungsversuchen. Das neue Softwaretool verfolgt die Kontur des Airbags bei jeder Hochgeschwindigkeitsaufnahme und hilft, den maximalen Auslenkungspunkt im lokalen Koordinatensystem des Lenkrads zu identifizieren. Darüber hinaus können spezifische Auslenkungspunkte einfach in Raum und Zeit identifiziert werden. Basierend auf Methoden der Kontrastverfolgung kann diese Funktion auch bei Umrissen von sich erweiternden Löchern und Konturen von verformten Objekten eingesetzt werden.

Python-Interpreter

GOM Correlate Professional 2019 bietet einen schnellen und vereinfachten Datenzugriff für komplexe wissenschaftliche Berechnungen mit Python. Frei verfügbare Python-Bibliotheken, wie zum Beispiel NumPy, SciPy oder Matplotlib lassen sich in GOM Correlate Professional 2019 einfach mit einer externen Python-Installation verwenden. So können sowohl Berechnungen als auch Diagramme direkt erstellt werden, die zum Beispiel für Vibrationsanalysen (FFT-Berechnungen) und Zugversuche notwendig sind. 

Top Features

Parametrische Inspektion

Die GOM Software basiert auf einem parametrischen Grundkonzept. Alle Funktionen folgen grundsätzlich diesem Konzept. Dadurch sind alle Prozessschritte rückverfolgbar und die Software gewährleistet eine hohe Prozesssicherheit von Messergebnissen und -berichten.

Anpassung über Vorlagen (z. B. Projektvorlagen)

Die Software bietet Ihnen die Möglichkeit, Projektvorlagen zu erstellen. Diese Funktion hilft Ihnen dabei, wiederkehrende Auswertungen einfach und schnell zu erledigen. Die Idee dahinter ist, dass Sie nach Beendigung einer vollständig durchgeführten Auswertung Ihrer Messdaten das Projekt als Vorlage speichern. Da in einer Projektvorlage u. a. auch Inspektionselemente, Projekt-Keywords und Reports gespeichert werden, müssen Sie bei der nächsten Auswertung der gleichen Art das Projekt nicht neu aufbauen.

Skripting

Das Konzept des Skripting basiert auf einem Befehlsrekorder, der alle in der Software ausgeführten Operationen aufzeichnen kann. Die Software speichert die Aufzeichnung als Python-Skript. Sie können sie so wiederholt ausführen oder das aufgezeichnete Skript durch Bearbeitung anderen Anforderungen anpassen oder verallgemeinern. Weiterhin bietet die Software einen schnellen und vereinfachten Datenzugriff für komplexe wissenschaftliche Berechnungen mit Python. Frei verfügbare Python-Bibliotheken, wie z. B. NumPy, SciPy oder Matplotlib lassen sich in die Software einbinden mithilfe eines externen Python-Interpreters.

Ausrichtungen, lokale Koordinatensysteme

Die Software beinhaltet zahlreiche Funktionen für die Ausrichtung der Messdaten. Dazu zählen: Ausrichtung auf Basis von Geometrieelementen oder 3D-Koordinaten, Ausrichtung in einem lokalen Koordinatensystem, Ausrichtung über Referenzpunkte sowie verschiedene Best-Fit-Verfahren wie globales und lokales Best-Fit. Zusätzlich kann über die Funktion „Transformation über Komponente“ eine Starrkörperbewegungskorrektur durchgeführt werden. Durch die Starrkörperbewegungskorrektur wird die Relativbewegung von einer Referenzkomponente zu einer anderen Komponente analysiert. Die Referenzkomponente dient somit als fester Bezug im 3D-Raum.

Offene Datenarchitektur

Der Vergleich zwischen Messdaten und die simultane Visualisierung von Messdaten sowie der Austausch von Daten im Allgemeinen nimmt einen immer größer werdenden Stellenwert in der Messtechnik ein. Daher lassen sich in GOM Correlate Professional zusätzliche Skalarwerte wie Temperaturdaten und Geometrien z. B. aus Simulationsprogrammen importieren. Die in der Software erzeugten Messdaten können wiederum in verschiedenen Formaten exportiert und in einer Drittsoftware, z. B. zur Schwingungsanalyse, weiterverwendet werden.

CAD-Importformate

Neutrale Formate, wie IGES, JT Open und STEP, aber auch native Formate, wie CATIA, NX, SOLIDWORKS und Pro/E, können in GOM Inspect Professional ohne zusätzliche Kosten importiert werden. Die einzelnen Dateiformate werden über Drag & Drop importiert und von der Software automatisch identifiziert und übertragen.

Inspection Features

Digitale Bildkorrelation

Die digitale Bildkorrelation (DIC) ist eine optische, berührungslose Methode zur Messung von 3D-Koordinaten für die Auswertung von Bewegung und Verformung im 3D-Raum sowie die Bestimmung von Dehnungen an der Oberfläche. Dabei werden stochastische Muster und/oder Punktmarken verwendet, um 3D-Koordinaten subpixelgenau zu messen.

Import/Export von Messdaten (ASCII, STL, PSL, PLY, CT-Daten)

Die GOM Correlate Software verfügt über diverse Schnittstellen zum Import und Export von gängigen Dateiformaten wie ASCII, STL, PSL, PL und CT-Daten. Durch den Import von ASCII-Dateien können z.B. Koordinaten zur Erzeugung von 3D-Punktewolken eingelesen werden.

Vollflächige und punktbasierte Auswertung

Die Software bietet die Möglichkeit, vollflächige und punktuelle Messergebnisse auszuwerten. Für vollflächige Messergebnisse wie Dehnungsverteilungen wird die Probe mit einem stochastischen Kontrastmuster versehen. Für punktuelle Messungen werden Referenzpunktmarken verwendet. Die Referenzpunktmarken auf der Probe werden automatisch von der Software detektiert und die gemessenen 3D-Koordinaten angezeigt. Es besteht die Möglichkeit, die vollflächige und punktbasierte Auswertemethode zusammen innerhalb einer Messung anzuwenden. Für beide Methoden liefert die Software Daten wie Dehnungen, 3D-Verformungen und 3D-Verschiebungen.

Dehnung, 3D-Verschiebung und 3D-Verformung

Aus den vollflächig und punktuell gemessenen 3D-Koordinaten können Dehnungen, Dehnraten, 3D-Verschiebungen, 3D-Verformungen sowie Geschwindigkeiten und Beschleunigungen berechnet werden. Die Software liefert Dehnungswerte wie Haupt- und Nebenformänderung oder auch die Dehnungen in X- und Y-Richtung. Aus den einzelnen Messpunkten können Punktgruppen, sogenannte Komponenten, definiert werden. Die Punktgruppen können von der Software über den gesamten zeitlichen Verlauf des Versuches hinweg identifiziert werden und ermöglichen die exakte Berechnung von Verschiebungen, Geschwindigkeiten und Beschleunigungen in 3D. Des Weiteren können die Punktgruppen zur Kompensation von Starrkörperbewegungen genutzt werden. Das erlaubt die Analyse von Bewegungen mit einer Punktgruppe als festen Bezug im 3D-Raum.

Sechs Freiheitsgrade (6DoF) und relative 6DoF-Analyse

Lokale Koordinatensysteme können an Punktgruppen geheftet werden. Folglich bewegen sich die lokalen Koordinatensysteme mit der Punktegruppe und ermöglichen 6DoF-Analysen. Mit der 6DoF-Analyse werden translatorische und rotatorische Bewegungen der Punktegruppen untereinander oder absolut in allen Raumrichtungen bestimmt.

Trajektorie

Mithilfe der Funktion „Trajektorie“ lassen sich Bewegungsbahnen von einzelnen Punkten, Punktgruppen, lokalen Koordinatensystemen und von Konstruktionselementen veranschaulichen. Die Trajektorie zeigt die Lage des selektierten Elementes in allen Stufen an. Dadurch ist die Veränderung des Elementes in den jeweiligen Stufen ersichtlich.

Geschwindigkeit und Beschleunigung

Die Software bietet die Möglichkeit, Geschwindigkeiten und Beschleunigungen zu untersuchen. Bei der Geschwindigkeits- und Beschleunigungsprüfung wird analysiert, wie schnell sich einzelne Elemente relativ zu ihrer Position in der vorherigen und folgenden Stufe bewegen. Außer der allgemeinen Beschleunigung können Sie die Beschleunigung tangential zu einer gekrümmten Bewegungsbahn prüfen. Die Software bietet auch die Möglichkeit, die Beschleunigung auf einer Kreisbahn mit Bezug auf den Kreismittelpunkt zu prüfen.

Virtueller Extensometer

Die Funktion ermöglicht das berührungslose Messen der Längenänderung mit einer exakt vorgegebenen Referenzlänge und kann in 2D- und 3D-Projekten genutzt werden. Dadurch werden die Messergebnisse nicht durch mechanische Kontakte beeinflusst. Die Längenänderung kann innerhalb eines Projektes in zwei oder mehrere Richtungen geprüft werden.

Verbesserte Darstellung von Verformungen in der 3D-Ansicht

Neben der zweidimensionalen Abweichungsdarstellung lassen sich Verformungen wie Ausbuchtungen, Beulen, Dellen und Vertiefungen überhöht im 3D-Bild und damit plastisch darstellen. Skalare Werte können dementsprechend in eine Art Höhenrelief transformiert werden. Darüber hinaus kann die Richtung der euklidischen Verschiebungen auf Flächenkomponenten mittels Vektorpfeilen angezeigt werden.

Reporting

Testergebnisse müssen heutzutage zwischen Kollegen, verschiedenen Abteilungen und Kunden zu Präsentations- und weiteren Diskussionszwecken ausgetauscht werden. GOM Correlate unterstützt den Ergebnisaustausch durch sein Reporting-Modul, das eine druckfertige Dokumentation und vollanimierte PDF-Exporte bietet. Für eine verbesserte Ergebnisdarstellung und ein besseres Verständnis können komplette Projektdateien ausgetauscht und in der 3D-Benutzeroberfläche der kostenlosen GOM Correlate Software betrachtet werden.

Teaching by Doing

Teaching by Doing erlaubt die einfache Übertragung einer Auswertestrategie auf zwei oder mehrere Bauteile. Aufgrund der Parametrik speichert die Software automatisch jeden einzelnen Inspektionsschritt. Es besteht kein Unterschied zwischen einer Einzel- oder Mehrfachauswertung. Alle Auswertungsabläufe erfolgen ohne Skripting, vorherige Planung oder den Eingriff von Benutzern. Zusätzlich entfällt der Programmieraufwand.

Timeline: Erstellung von Bildstufen über 2D- und 3D-Import

Mit der Funktion „2D- oder 3D-Bildserie importieren“ können Sie Bilder in die GOM Software laden, die Sie nicht mit einem GOM ARAMIS Sensor aufgenommen haben, sondern z. B. mit Hochgeschwindigkeitskameras. Die Software legt alle importierten Bilder als Stufen an. Von da an lassen sich die Bilddaten wie gewohnt auswerten.

Benutzerdefinierte Mathematik

Die meisten Ergebnisse wie Verschiebungen und Dehnungen werden mithilfe von vordefinierten Inspektionsprinzipien berechnet. Für spezielle Auswertungen bietet GOM Correlate eine Schnittstelle, um benutzerdefinierte Berechnungen und Formeln zu integrieren und die entsprechenden Ergebnisse automatisch zu berechnen.

Anwendungsspezifische Funktionen

Korrelation mit Temperaturmessungen

Gemessene 3D-Daten lassen sich mit importierten Temperaturdaten in der Software kombinieren. Der Vorteil dieser Visualisierung ist ein vereinfachtes und schnelleres Verständnis der Korrelation des thermischen und mechanischen Bauteilverhaltens. Die Software bietet die Möglichkeit, Bilder verschiedener Thermographiekameras zu importieren. Die importierten Bilder der Thermographiekamera können anschließend in das Koordinatensystem der ARAMIS 3D-Daten transformiert werden. Danach werden die Temperaturdaten ausgelesen und auf die ARAMIS 3D-Daten gemappt. Dadurch erhält man zu jedem Messzeitpunkt für alle Messpunkte die Korrelation der Mess- und Temperaturdaten.

Schwingungsanalyse

Für eine schnelle und erste Interpretation der gemessenen Verschiebungsdaten kann die Schwingform in der Software dargestellt werden. Eine Analyse zeigt die Verschiebung aller gemessenen Punkte flächenhaft oder punktbasiert in allen drei Raumrichtungen. Zusätzlich wird die Hüllkurve der Frequenzantwort aller Punkte und die dazugehörige Schwingform dreidimensional dargestellt. Für eine weiterführende Schwingungsanalyse können die 3D-Koordinaten und die Verschiebungswerte im Universal File Format (UFF) exportiert werden. Dieses Format wird von den meisten Softwarepaketen für die Schwingungsanalyse unterstützt.

Validierung von numerischen Simulationen

Skalare Werte und Geometrien, beispielsweise aus Simulationsprogrammen wie ABAQUS, LS-DYNA, ANSYS, PAM-STAMP und AutoForm können für den direkten Vergleich mit den 3D-Messdaten importiert werden. Die 3D-Messdaten können über eine Vielzahl an Ausrichtungsfunktionen in das Koordinatensystem des Simulationsmodells transformiert werden. Somit kann im ersten Schritt die Geometrie des Simulationsmodells mit der gemessenen 3D-Oberfläche abgeglichen werden. Weitere Analysen, wie der direkte Vergleich der Verschiebungen, Verformungen und Dehnungen, sind stufenweise durchführbar.

Bestimmung der Materialeigenschaften

Die gemessenen Daten aus den typischen Materialprüfungen wie dem Nakajima-, Bulge-, Zug-, Biege-, Scher- und Lochaufweitungsversuch werden zur Ermittlung der Materialkennwerte in der Software ausgewertet. Über die Materialeigenschaften werden zuverlässige Daten wie Grenzformänderungskurve, Bruchdehnung, N-Wert, R-Wert, Poissonzahl, Youngscher Modul (E-Modul), Spannungs-Dehnungs-Kurve und Materialdickenabnahme berechnet. Diese dienen wiederum als Eingangsparameter für die Simulation, wodurch ein präziseres Materialmodell und die genauere Prognose des Materialverhaltens möglich wird.

Erfahren Sie mehr über
GOM Correlate

Bearbeiten Sie Ihren 3D-Messablauf mit GOM Correlate

  • Importieren von Messdaten
  • Vollflächige und punktuelle Auswertung
  • Features für Inspektionsaufgaben
  • Messberichte

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Erfahren Sie mehr über
GOM Correlate Professional

GOM Correlate Professional unterscheidet sich von GOM Correlate durch

  • Parametrische Inspektion
  • Skripting
  • Benutzerdefinierte Vorlagen
  • Anwendungsspezifische Funktionen

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