ARGUS – Optische Formänderungsanalyse

Das Formänderungsanalysesystem ARGUS unterstützt die Optimierung der Blechumformung unter Berücksichtigung der richtigen Werkstoffauswahl und der Optimierung der Werkzeuge. Dies ist insbesondere in der Automobilindustrie ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit.

ARGUS liefert flächenhaft und in hoher Ortsauflösung Ergebnisse von kleinen wie auch großen Bauteilen. Dadurch bietet es sich für eine Vielzahl von Aufgabenstellungen im Bereich der Blechumformung an wie Detektion von kritischen Verformungsbereichen, Lösung komplexer Formungsprobleme, Optimierung von Umformprozessen, Beurteilung von Werkzeugen sowie Abgleich und Optimierung numerischer Simulationen.

Darüber hinaus stellt das Messsystem flächenhafte Ergebnisse zur Verifikation von numerischen Umformsimulationen zur Verfügung. Die Ergebnisse des ARGUS Systems sind flächenhafte Informationen über: 3D-Koordinaten der Bauteiloberfläche, Formänderungen (Haupt- und Nebenformänderung), Blechdickenabnahme, Grenzformänderungsdiagramm und Verfestigung des Blechs.

Das Messsystem greift herkömmliche und bewährte Verfahren der Formänderungsanalyse auf, die auf der Strukturierung des Halbzeugs basieren. ARGUS kann materialunabhängig eingesetzt werden. Es lassen sich Bauteile aus flachem Halbzeug, Rohre oder auch andere, durch IHU Verfahren hergestellte Bauteile analysieren.

Alle Ergebnisse liegen in einem fein aufgelösten Netz vor, das durch die Bestimmung der 3D-Koordinaten zustande kommt und die Oberfläche des gemessenen Bauteils darstellt.  Im Grenzformänderungsdiagramm werden die gemessenen Formänderungen mit Materialkennwerten des Halbzeugs (Grenzformänderungskurve) vergliche

Technologie

Hochaufgelöste Bilder, mit denen man das Formbauteil erfasst, werden von der ARGUS Software ausgewertet. Aus den 3D-Koordinaten der Objektpunkte werden die eigentlichen Ergebnisse der Formänderungen und Blechdicke unter Berücksichtigung der Bauteilgeometrie und nach Regeln der Plazistitätstheorie berechnet. Die Formänderungen werden zunächst in Falschfarben in einem 3D-Netz dargestellt. Fähnchen helfen, konkrete Punkte auf der Bauteiloberfläche mit ablesbaren Messwerten zu versehen. In Diagrammen lassen sich beliebige Schnitte darstellen.

Anwendungsberichte

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