Das nach erheblichen Modifikationen freigegebene 1:1-Modell stellte nun weitere Ansprüche an die Digitalisiertechnik. Zuerst musste das Modell mit höchster Genauigkeit gescannt werden, da aufgrund dieser Daten die Anbauteile des Conceptcars gefertigt wurden. Darüber hinaus mussten auch die mit Tape gekennzeichneten Fugenverläufe digitalisiert werden. Hier kam das komfortable Featureline-Modul der ATOS-Software zum Einsatz. Aus den ohnehin zur Oberflächendigitalisierung aufgenommenen Messdaten kann die Software solche charakteristische Linien problemlos extrahieren und als VDA- oder IGES-Punktewolke zur Verfügung stellen. Aus diesen Daten entstanden die Anbauteile, die allesamt in einer speziellen Laminat-Sandwichtechnik, eine Spezialität der ITH GmbH, hergestellt wurden. Erforderliche Montageelemente konnten im Tebis an die vorhandenen STL-Netze durch zusätzliche Flächen ankonstruiert werden. Pünktlich zum vorher definierten Zieltermin konnten die letzten Arbeiten abgeschlossen werden und der RIVAGE stand somit zeitgerecht auf der Euromold der Öffentlichkeit zur Schau. Alle vier beteiligten Firmen haben gleichermaßen großen Anteil daran, dass dieses Projekt in nur sieben Monaten vom ersten Entwurf bis zum fertigen, fahrbereiten Showcar durchgeführt wurde. Es zeigt, wie komplette Prozessketten in der heutigen Produktionstechnik mit modernsten Technologien optimiert werden können. Wir danken unseren Partnerfirmen ITH GmbH, Steinbeis Transferzentrum Automotive Styling and Design und Tebis AG für die professionelle und erfolgreiche Zusammenarbeit. Über das Projekt erstellte die Tebis AG eine zwölfseitige Broschüre und einen Film (390 MB avi-Datei, auf CD) die, solange vorrätig, bei GOM oder Tebis bezogen werden können. |