Deformationsmessungen mit dem ESPI beim SchweißenIn den dargestellten Ergebnissen (Dehnung quer zur Schweißrichtung) wurde die Verformung über jeweils 3 Sekunden zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Schweißvorganges beobachtet. Der schwarz eingezeichnete Fleck markiert die aktuelle Lage des Schweißpunktes in den einzelnen Bildern, die Schweißrichtung verläuft waagerecht von rechts nach links durchs Bild. Die Bilder zeigen fast das ganze Blech. In Abb.3 (65.-68. Sek.) sind direkt über und unter der Lage des Schweißpunktes (in Schweißrichtung links und rechts neben der Naht) ausgeprägte Druckbereiche zu erkennen. Genau in Schweißrichtung vor dem Schweißpunkt bildet sich ebenfalls ein Druckbereich aus, in den Diagonalen zwischen diesem und den seitlichen Druckbereichen befinden sich schwächer ausgeprägte Zugbereiche. In Abb.4 (99.-102. Sek.) sind alle diese Bereiche prinzipiell mit dem Schweißpunkt mitgewandert, wobei in Schweißrichtung hinter dem Schweißpunkt ein ausgeprägter Zugbereich liegt. In Abb.5 hat der Schweißpunkt fast das Probenende erreicht. Auch hier liegen die seitlichen Druckbereiche noch immer auf der Höhe der aktuellen Schweißpunktlage und haben auch noch eine ähnliche Größe. Der dem Schweißpunkt folgende Zugbereich überspannt den gesamten bereits geschweißten Nahtbereich und hat in seinem Maximum, direkt hinter dem Schweißpunkt, an Größe gewonnen. Bei den dargestellten Ergebnissen konnten im jeweils aktuellen Nahbereich des Schweißpunktes keine Messwerte ermittelt werden, da es hier aufgrund der hohen lokalen Erwärmung durch Wärmestrahlung zur Dekorrelation kommt. Mit den dargestellten Ergebnissen lassen sich die über die gesamte Messfläche regional und zeitlich jeweils stark variierenden Entwicklungen der Deformationen während des Schweißvorganges nachweisen. Zudem wird die Eignung der ESPI Messtechnik für diese Art der Aufgabenstellung unter Beweis gestellt. |