Mit einfachen Messwerkzeugen ist keine gesicherte Ausrichtung und auch keine optimierte Bearbeitungszeit eines komplexen Rohlings möglich. Eine schlechte Ausrichtung kann sogar zur Folge haben, dass der Rohling durch Auftragsschweißen modifiziert werden muss, um alle Wirkflächen bearbeiteten zu können. Für die Digitalisierung von Rohlingen hat GOM den Messbereich des ATOS Sensors Meter erweitert. Als Vorbereitung für die Digitalisierung des Rohlings werden Marken auf dem Rohling angebracht. Bei der Digitalisierung des Rohlings wird zuerst mit dem ATOS Scanner eine Zentralansicht gemessen. Die anschließenden Messaufnahmen aus unterschiedlichen Blickwinkeln werden von der ATOS Software automatisch in die bestehenden Datensätze eingefügt. Basierend auf diesem Messablauf können Rohlinge mit bis zu 5 x 3 Meter Abmessungen in ca. einer Stunde mit der geforderten Genauigkeit digitalisiert werden. Die ATOS-Ausgabedaten (im "STL" Format oder als "Iges" oder "vda" Schnittdaten) beschreiben nun die Form des aktuellen Rohlings. Die ATOS Ausgabedaten können direkt in CAM Systeme wie z.B. TEBIS ("SCAN" Modul) oder WorkNc ("NCSpeed" Modul von Sescoi Inc.) eingelesen werden. Basierend auf den digitalisierten Daten kann die aktuelle Form des Rohlings im Rechner in die gewünschte Werkzeugform eingepasst werden. So kann die optimale Ausrichtung des Rohlings, mit minimaler Bearbeitungszeit ermittelt werden. Zudem werden die optimalen Fräsbahnen mit der aktuellen Rohlingsform berechnet, die bei idealen Schnittbedingungen und minimaler Bearbeitungszeit aus dem aktuellen Rohling die gewünschte Form erzeugen. Da die aktuelle Form komplett und digital vorliegt, können moderne Fräsprogramme eine lückenlose Kollisions- und Eingriffsberechnung machen, die sicherstellt, dass auch ohne manuelle Aufsicht der Rohling sicher, effizient und ohne Crash und Fräserbruch bearbeitet wird. Verwendet wird dieses optimierte Erstellen der Werkzeuge z.B. bei BMW, Mercedes und Audi, in Deutschland, in Zusammenarbeit mit TEBIS und SESCOI Im gezeigten Fall konnte die Maschinenbelegungszeit für das Schruppen eines Werkzeuges von 48 Stunden auf 8 Stunden verkürzt werden. Wichtig für die Kunden ist aber nicht nur die Zeitersparnis, sondern auch der sichere und automatische Ablauf der Werkzeugherstellung. |